Aura Portrait

Die mündliche Wiedergabe des Aura-Portraits durch Markus Anatol Weisse ist wie eine sehr persönliche Andacht, jedoch nicht dogmatisch oder wertend, eher individuell, magisch, die Gedanken und Erinnerungen des Porträtierten feinfühlig insistierend. Man fragt sich, welcher Welt er seine eidetische Bilderschau entnimmt.

Das Aura-Portrait ist wie eine symbolische, teilweise auch sehr konkrete Standortbestimmung des Porträtierten. Sie oder er kann es nutzen, um sich seiner Stellung oder auch seiner Probleme im Hier und Jetzt bewusst zu werden. Oft können seine (Anatols) gespürten Gedanken jedoch auch auf Zukünftiges hinweisen, als eine Ahnung, wohin die "Reise" gehen mag. Da ich wie ein Fisch weit in den Ozean hinausgeschwommen war, wurde mir persönlich die Bedeutung seines Portraits erst bewusst, als ich mich dem Ufer wieder näherte.

Eine Zeichnung seines eigenen Aura-Portraits in den Händen zu halten, ist natürlich eine große Freude. Es gleicht der Entdeckung und Bewahrung eines Schatzes, einer autorisierten Visitenkarte des Geistes.

Lyn

Ein Auraportrait des Künstlers Markus Anatol Weisse hat zwei unterschiedliche Dimensionen.

Die erste Dimension ist die eigentliche Aura. Durch Handkontakt und ein persönliches Gespräch erspürt der Künstler zunächst die Aura des zu Portraitierenden, die als Farbspektrum die Grundlage des Auraportraits bildet.

Die zweite Dimension bilden die Auragraphics, durch die persönliche Wesensmerkmale und Fähigkeiten in Form von Grafiken dargestellt werden.

Durch die Verbindung von besonderen wahrnehmerischen und künstlerischen Fähigkeiten, sowie einer äußerst sensiblen Herangehensweise, lässt der Künstler ganz außergewöhnliche, faszinierende und unvergleichliche Werke entstehen.

Zwei Begeisterte

Als ich Markus Anatol Weisse und seine Ma Drosera 2006 kennenlernte, ging es um die Organisation einer Ausstellung im Autohaus Ostkreuz.

Dann, in den ersten Minuten in unserem Büro in Friedrichshain, erwähnten die Beiden Anatols Aura-Portraits als Teil seines künstlerischen Schaffens. Als spirituell eingetauchter Mensch war ich fasziniert und neugierig auf einen Selbstversuch.

Nach Anweisung hielt ich 2 Minuten Händchen mit Anatol, während er die Augen schloss und seine (mir zwischenzeitlich vertraute, typische) verschmitzte Konzentration im Mundwinkel zeigte.

Dann beschrieb er mein Wahres-Ich-Gefühl mit einem Bild, dass sich während seiner Erläuterungen vor seinem inneren Auge Stück für Stück mehr zu verdichten schien. Von den Farben (blau-grün, heimelig-rosa) über die Form (eine Art ratternder Spielautomat) zu den Eigenschaften (hektisch, manchmal gestört, sich selbst regulierend, heilend, eklige Saugwürmer vertreibend, problemlösend). Als würde er mich und meine geheime innere Welt von klein auf kennen, den Musiker in mir hat er dabei selbst entdeckt. Bestimmte Harmonien sind mit mir verbunden.

Weitere Einzelheiten und Accessoires, von denen ich einige noch nicht verstanden habe, wurden dann durch das gemalte Aura-Portrait und den dazugehörigen Erklärungstext nachgeliefert.

Eine unglaublich wunderbare Art sich selbst besser kennen zu lernen, ich bin der

Automathias!